Banner2.jpg
FeldwieseMB.jpg
RUNDBRIEF DER GRÜNEN MAUERBACHS

Liebe MitbürgerInnen! Liebe Freunde!

Da wir in vielen Gesprächen in den letzten Tagen  immer wieder ähnliche Fragen gehört haben, und überdies die Aktivitäten des Fußballclubs Unwahrheiten verbreiten, haben wir uns entschlossen, uns noch ein letztes Mal an Sie/Euch zu wenden. Sicher können wir so noch einige Unklarheiten beseitigen und Gerüchte klären.


1. Wie wird gewählt?
Auszug aus der NÖ Gemeindeordnung: „Die Frage, die durch die Volksbefragung zu entscheiden ist, ist so eindeutig zu stellen, dass  sie entweder mit “Ja” oder “Nein” beantwortet oder im Falle, dass  über zwei oder mehrere Varianten entschieden werden soll, die gewählte Variante bestimmt bezeichnet werden kann. …  Die Stimmzettel dürfen nur auf “Ja” oder “Nein” lauten. Im Falle, dass über zwei oder mehrere Varianten entschieden werden soll, müssen die Varianten so bezeichnet werden, dass der Wille des Stimmberechtigten eindeutig erkennbar ist.“
In unserem Fall scheint sich die Behörde nicht ganz einig zu sein, ob es sich um 2 komplett getrennte Fragen oder um
2 Varianten handelt. Entscheidend ist, dass der Wählerwille zum Ausdruck kommt. Also sind auch 2 mal nein oder oder
2 mal ja möglich, wenn man es als 2 unabhängige Fragen sieht.
Schade, dass die oberste Wahlbehörde der Gemeinde uns darüber nicht im Vorfeld genau Auskunft erteilt hat.Wir werden daher ein waches Auge auf den Wahlverlauf und auf die Auszählung haben.

2. Alternative Standorte für einen Fußballplatz?
Ja, es gibt zumindest eine weitere Variante: Der alte Platz wird verbaut, eine neuer Platz wird an der Hainbucherstraße, unterhalb des Friedhofes errichtet. An diesem Standort wäre das Verkehrsproblem kostenneutral zu lösen, da man die (Ausweich-)Parkplätze  für Kartausenveranstaltungen  nützen könnte. Das Gelände ist fast eben, daher sind keine gigantischen Erdbewegungen wie auf der Feldwiese nötig und der Bau käme sicher billiger. Man könnte auch kleiner beginnen und je nach Finanzlage ausbauen.
Das Gebiet ist zwar in Privatbesitz, allerdings könnte man verpachtete Felder auf der Feldwiese dagegen tauschen.
Die Aussage BGM Buchners, dort sei es nicht möglich, wird durch häufiges wiederholen nicht wahrer, niemand sonst war bei einer einmaligen Begehung vor 4 Jahren dabei.

3. Muss der Tennisplatz verschwinden, wenn man die Feldwiese in Grünland- Landwirtschaft rückwidmet?
Nein, natürlich nicht. Sowohl das Areal des Tennisclubs als auch der Spielplatz blieben natürlich in ihrer Widmung erhalten. Niemand will den Tennisplatz vertreiben oder gar den Kinderspielplatz in landwirtschaftlichen Grund umwidmen. Dahingehende Facebook-Ansagen und Meldungen sind böswillige und wenig intelligente Unterstellungen.

4. Wird leistbares Wohnen verhindert, wenn die Feldwiese erhalten bleibt und der alte Platz nicht an einen Bauträger verkauft wird?
Die Tatsachen: Ein Bauträger (kein Wohltätigkeitsverein!) hat der Gemeinde ein Anbot gestellt. Er hat bei der Veranstaltung in der Schlossparkhalle für sein Projekt mit dem gerne gehörten Argument vom „leistbaren Wohnen“ Werbung gemacht.
Was aber nicht gesagt wurde:

 *    Die Steuerfrage (Spekulationssteuer bei Wertsteigerung des Grundstückes durch Umwidmung in Bauland) wurde nie erörtert.
 *   Der Bauträger will der Gemeinde den Preis von 2,8 Mio. (andere sprechen von 2,4 Mio) nur dann bezahlen, wenn ihm die Gemeinde  eine Sonderregelung einräumt und von den vorgeschriebenen 2 Stellplätzen pro Wohneinheit“ Abstand nimmt. (Tiefgarage ist wegen des Grundwasserstandes nur unter hohen Kosten möglich).
 *   Der alte Platz befindet sich an der Stelle eines zugeschütteten Teiches! Nun kann man sich gut vorstellen, wie schwierig es ist, auf einem solchen Grund zu bauen. Es ist daher wenig wahrscheinlich,  dass hier besonders günstige Wohnungen entstehen werden.
 *   An diesen drei Beispielen sieht man schon, dass es hier mehr ungelöste Fragen als klare Antworten gibt.                          Platz verbauen = billige Startwohnungen ist eine allzu simple Milchmädchenrechnung.
5. Worum geht es am Sonntag?
Ein Brief des SCM suggeriert, dass in Zukunft auch alle Mauerbacher darüber entscheiden werden, ob ein Straßenzug, in dem eh nur 100 Anrainer fahren, saniert wird oder die Straßenbeleuchtung erneuert, ob es wirklich einen Kindergarten braucht, der ja nur für einige Kinder da ist, ect…
Er suggeriert, dass es am Sonntag um viel mehr geht als um die Entscheidung, wo ein neuer Fußballplatz entstehen soll.
Falsch. Es geht am Sonntag definitiv darum, wo dem SCM eine bessere Trainings- und Spielmöglichkeit geboten werden kann, es geht aber auch darum, ob den vielen Menschen, die die Feldwiese so schätzen und lieben, das Recht auf diesen Naherholungsraum  eingeräumt wird. In diesem Fall gibt es keinen Alternativstandort, weil die Feldwiese einmalig ist.
Ja, da prallen 2 Meinungen aufeinander. Und es ist so, dass sich die Debatte in den letzten Monaten sehr dem Finanziellen zugewandt hat, da viele den Eindruck gewonnen haben, die ÖVP und der SCM versuchen mit geschönten Zahlen, ihr gemeinsames Projekt durchzuboxen.

6. Wie kommt man zu 220 Spielern?
Die vielen Trainer und MitarbeiterInnen des Fußballclubs leisten unzählige ehrenamtliche Stunden Jugendarbeit. Das machen andere Vereine  auch und dafür gebührt allen große Wertschätzung und Anerkennung.
Was aber schwer zu verstehen ist: Wenn ich einen überstrapazierten Rasenplatz habe, ist es nicht nachzuvollziehen, warum ich auf Teufel komm raus die Zahl der Spieler in die Höhe schrauben will: Der SCM machte in Wien WERBUNG um neue SpielerInnen zu bekommen und spricht voll Stolz von seinem „Fußballkindergarten“.
Es spricht gar nichts dagegen, dass Wiener Kinder bei uns spielen. Aber wenn es so viele Mauerbacher Fußballbegeisterte gibt, dann kann man aus Platzgründen eben nur diese und eben erst ab der U7 aufnehmen.
Und zuerst die Mitglieder möglichst hinaufzuschrauben und damit die Legitimation  für eine riesige Anlage zu begründen ist nicht in Ordnung und nicht klug.

7. Keine Betriebskosten für die Gemeinde?
Der SCM beteuert, er habe die Anlage bisher betreut und werde das auch in Zukunft so halten (soll heißen, der Gemeinde entstehen keine dauernden finanziellen Belastungen) – geht das?
Das geht so sicher nicht! Ein 30.000m²-Gelände mit 2,5 Fußballfeldern kann man nicht so nebenher pflegen. Alle Erfahrungen in anderen Gemeinden, alle Auskünfte bei Sportplatzfirmen und im Internet ergeben einen hohen Betreuungsbedarf, 80.000€ sind pro Jahr sicher zu veranschlagen. Andernfalls sieht der Platz in wenigen Jahren genauso aus wie der alte.
Ein 600m²-Clubhaus (um 800 000€) kann man nicht so nebenher sauber halten, heizen, von Wasser und Kanalgebühren für diese riesige Fläche ganz zu schweigen.

8. Erziehung zu Toleranz
In seinem Flugblatt spricht der SCM davon, dass er es als sein Ziel betrachtet, die Kinder zu Toleranz und respektvollem Umgang miteinander zu erziehen. So wie die laufenden Debatte von Seiten des SCM geführt wird, klingt das, vorsichtig ausgedrückt, nach frommem Wunsch.
Und die Kinder durch Mauerbach zu schicken und Klinken zu putzen wie Politiker vor einer Wahl, das muss man hinterfragen dürfen. Es bleibt der ungute Eindruck, dass Kinder für eine Sache, bei der sie nicht annähernd alle Fakten und Hintergründe kennen und verstehen (können), instrumentalisiert werden.

9.“Wer gegen die Fußballanlage auf der Feldwiese stimmt, ist gegen Kinder,  Jugendliche und Vereine.“
Diese Aussage disqualifiziert sich selbst, sie ist dazu angetan, all jene zu diffamieren, die ganz einfach gerne auf der Feldwiese sind. Und das sind gerade  Eltern, die dort Kindergeburtstage feiern, Kinder und Jugendliche, die dort spielen wollen, aber auch Menschen ohne Kinder oder ältere Leute. Die Feldwiese zu lieben heißt wirklich nicht, etwas gegen Kinder zu haben.

Eines der Plakate des SCM wirbt mit dem Slogan, es ginge um den Fortbestand der Vereine: Der Bestand der Blasmusik, des Museumsvereines und anderer hängt nur insoferne mit dem Bau der Fußballanlage zusammen, dass bei einer massiven Verschuldung der Gemeinde für diese Vereine noch weniger Geld zur Verfügung stehen wird.

Eines muss der Wahrheit halber auch einmal deutlich gesagt werden:
Für Mauerbachs Jugendliche gibt es einigen Nachholbedarf: Skaterplatz, Beachvolleyballplatz und Jugendtreff. Alles im G21-Projekt mit Nonconform schon besprochen und geplant. Durch die Fußballanlage für den SCM auf der Feldwiese werden daher den Mauerbacher Jugendlichen, die nicht vereinsmäßig Fußball spielen möchten – und das sind sehr viele !- die Chancen auf baldige Verwirklichung ihrer legitimen, dringenden Anliegen außerordentlich geschmälert!
Die Fußballer des SCM sind NICHT die gesamte Jugend von Mauerbach!

Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung nach sachlichen Gesichtspunkten und lassen wir Parteipolitik, Machtkämpfe und Intrigen soweit es geht aus dem Spiel!
Sollten Sie/ihr noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren.

Bitte leiten Sie dieses Mail zur Information an möglichst viele Interessierte weiter!
Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen

GGR Ursula Prader                      GR Michael Felzmann                     GR Monika Kisser-Iordanopoulos
Vorstand                                          Vorsitzender Prüfausschuss                   Vorsitzende Umweltausschuss

 

  • Facebook Basic Black

© 2015 Bürgerinitiative "Rettet die Feldwiese!"