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GUTACHTEN

Gutachten der Fa. Prähofer September und Dezember 2013

 

Am 11. September 2013 langte die Naturverträglichkeitserklärung Sportanlage Mauerbach Standort Feldwiese ausgearbeitet vom Ingenieurbüro für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur DI Prähofer, Pürbach, bei der Gemeinde ein. Am selben Tag wurde diese bei der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung mit dem Ersuchen um Naturverträglichkeitsprüfung und naturschutzrechtliche Bewilligung eingereicht. Im Dezember wurden der Technische Bericht und das Betriebskonzept der Fa kpp (jene Firma, die das Stadion in Sieghartskirchen plante) in die Unterlagen der Fa. Prähofer eingearbeitet und der Behörde weitergeleitet.

 

Laut Auskunft der BH Wien-Umgebung von Ende April 2014 befinden sich die Unterlagen im Vorprüfungsstadium - das heißt es wird geprüft ob überhaupt alle Unterlagen, die für das Beweisverfahren notwendig sind, vorliegen. Wie lange diese Prüfung dauern wird, ist nicht absehbar.

 

Über massiven Druck der Bürgerinitiative, der Bevölkerung und der Medien wurde das Gutachten am 4. Februar 2014 über die Homepage der Gemeinde Mauerbach öffentlich zugänglich gemacht.

 

 

Gutachten 2011, 2012 nicht tragfähig

 

Stellungnahmen blieben unbeachtet - Gutachten keine Entscheidungsgrundlage

 

Seitens der Gemeinde wurde im März 2011 das Büro Dr. Robert Schön mit der Erstellung einer Naturverträglichkeitserklärung beauftragt. Sein Resümee: 'Mit dem derzeitigen Wissensstand ..... kann die Naturverträglichkeit im Sinne der Natura 2000-Richtlinien seriöser weise nicht festgestellt werden.' Dr. Schön regte an, ein prüfbares Detailprojekt zu entwickeln, und listete zahlreiche Fragen zur Bau- und Betriebsphase auf. Die Gemeinde lieferte keine weiterführenden Informationen zu den Fragen von Dr. Schön zu Bau und Betrieb einer Fußballanlage.

 

Der NÖ Naturschutzbund forderte in einem Schreiben vom 07.03.2011 Bürgermeister und Gemeinderat eindringlich auf im Sinne der Erhaltung der gefährdeten Wienerwaldwiesen vom Standort Feldwiese für das Sportplatzprojekt abzurücken. Dieses Schreiben blieb unbeantwortet.

 

Im April 2011 beauftragte die Gemeinde die Firma AVL - eine Arbeitsgemeinschaft für Vegetationsökologie und Landschaftsplanung mit einem Naturverträglichkeitsgutachten. Ihr lag lediglich eine Planskizze von Vizebgm. Buchner (Jänner 2011 - privat erstellt) vor: ohne Höhenangaben im Gelände und ohne Angaben zu den Anlagen wie Zäune, Lichtmaste, Gebäude und zum Spielbetrieb. AVL stellte ihr Gutachten im September 2011 fertig und verwies ausdrücklich auf den Umstand, dass zu Beeinträchtigungen in der Bau- und Betriebsphase keine Aussagen gemacht werden konnten. Bgm. Buchner geht bisher offensichtlich davon aus, dass dieses Gutachten ausreicht, um konkretere Planungen auf der Feldwiese zu tätigen.

 

Der Umweltgemeinderat der Marktgemeinde Mauerbach, Mag. Tilman Brandl, fasste in seinen Empfehlungen vom 04.12.2011 alle Aspekte bisheriger Grundlagenarbeiten zusammen und gab Empfehlungen zur weiteren Vorgangsweise ab - insbesondere für eine gründliche Alternativenprüfung. Die Alternativenprüfung erfolgte durch die G21 Arbeitsgruppe Kultur und Sport. Die Ergebnisse durch die Gemeindepolitik nicht umfassend in die weiteren Arbeiten einbezogen

 

Eine fachliche Beurteilung des AVL Gutachtens durch die Fa. NatureConsult vom 26. 01.2012 beauftragt von der Bürgerinitiative besagt, das AVL Gutachten sei unzureichend, lückenhaft und teils mit schweren fachlichen Mängeln behaftet. Diese Stellungnahme wurde dem Gemeindevorstand am 15. Mai 2012 zur Kenntnis gebracht und ersucht, diese dem Ingenieurbüro Zita weiterzuleiten. Ob dies erfolgte ist nicht bekannt, ebenso wenig welche Unterlagen Hr. Zita für seine Skizzen herangezogen hat.

 

Der Bürgermeister und einige Gemeinderäte sowie Prof. Mag. Fahringer und Dr. Fritz führten mit dem Biosphärenparkmanagement informelle Gespräche. Von den Genannten war zu erfahren, es sei die Meinung des Biosphärenparkmanagements, dass auf der Feldwiese in keinem Fall eine Sportstätte mit den gewünschten Ausmaßen und den technischen Erfordernissen gebaut werden darf. Es liegt jedoch keine schriftliche Empfehlung an die Gemeinde vor.

 

Die in den bisherigen Gutachten aufgeworfenen Fragen wurden seitens der Gemeinde nicht weiter verfolgt bzw. ignoriert. Den Gutachtern lagen bis heute keine Angaben zur Bauphase (z.B. Rodungen, Erdbewegungen, Aufschließungen) und dem Betrieb der Anlage vor.

 

Der Gemeindevorstand beschloss am 27. November 2012:

 

  • die Fa. ZT Koller mit der Höhenvermessung der Feldwiese zu beauftragen. Die voraussichtlichen Kosten wurden unter Berücksichtigung von Leistungen Anfang April 2011 mit ca. 7.000,--€ präliminiert. Am 3.1.2013 wurde mit diesen Arbeiten begonnen, diese sind abgeschlossen.

  • das Büro DI Prähofer, Landschaftplanung in Pürbach zu beauftragen "ergänzende Erhebungen, Analyse der Grundlagen und Klärung der Rahmengedingungen, Maßnahmen während einer Bauphase, Beschreibung der künfigen Auswirkungen in einer Betriebsphase und Ausgleichse- bzw. schadensbegrenzende Maßnahmen zu erarbeiten". Dafür wurde ein Kostenrahmen bis zu 20.000,-€ genehmigt.

     

    Die Studie wurde am 11. September 2013 der Gemeinde übermittelt und unmittelbar darnach der BH Wien-Umgebung mit dem Ersuchen um eine Umweltverträglichkeitsprüfung weitergeleitet. Trotz mehrfacher Anfragen von verschiedenen Seiten weigert sich Bgm. Buchner Einsicht in die Unterlagen zu gewähren und offen mit der Bevölkerung zu diskutieren.
     

Bisher wurde viel Geld der Gemeindebürger (zwischen 30.000 € und 50.000 €) getreu dem Motto 'was war mei Leistung' großteils in den Sand gesetzt. Speziell die 'Vergleichsstudie' von DI Zita für die vier vom G21 Arbeitskreis 'Kultur und Sport' vorausgewählten Standorte wird von zahlreichen BürgerInnen als Zumutung empfunden.

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